Betreiber von Wall-Street.com verliert UDRP-Verfahren um WallStreet.com

17. September 2012 | Kategorien: Domainrecht, UDRP | Bislang keine Kommentare

Der Betreiber des Domainnamens „Wall-Street.com“, der unter diesem Finanzinformationen publiziert, ging im Wege des UDRP-Verfahrens gegen den Inhaber des Domainnamens „WallStreet.com“ vor (Wall-Street.com, LLC v. Marcus Kocak / Internet Opportunity Entertainment (Sports) Limited, Sportingbet PLC, WIPO Case No. D2012-1193). Ein dreiköpfiges Schiedsgericht bei der WIPO lehnte den geltend gemachten Übertragungsanspruch ab, weil es dem Beschwerdeführer nicht gelang, nachzuweisen, dass es dem Beschwerdegegner an Rechten oder berechtigten Interessen an dem Domainnamen nach §§ 4(a)(ii) i.V.m. 4(c) der UDRP fehlt:

[…] the Respondent has submitted credible documentary evidence of other legitimate use of the Disputed Domain Name after 2007 and prior to commencement of this proceeding. As stated in sections 4 and 5 above, after being prevented by law from continuing its gambling business in the United States the Respondents explored other means of maximizing the value of the Disputed Domain Name, among them a possible sale by auction or otherwise. Sale of domain names generally is considered legitimate unless taking advantage of another’s mark is involved, or, as stated in Media General Communications, Inc. v. Rarenames WebReg, WIPO Case No. D2006-0964, “In the absence of evidence suggesting name selection because of correspondence to a trademark, domain resale and the use of a domain to publish advertising links are both normally legitimate business enterprises.”

In this proceeding there is no allegation, let alone evidence, that a possible sale by the Respondents prior to commencement of this proceeding involved taking advantage of whatever goodwill attached to the Complainant’s marks or otherwise targeted the Complainant. Rather, as the Complainant certainly cannot deny,3 a domain name (a “.com” one at that) consisting of an international symbol of high finance and capitalism holds considerable inherent value. Offering such a domain name for sale by an entity that itself holds a registered trade mark for the term is in the circumstances legitimate.

Darüber hinaus erkannte das Schiedsgericht auf „Reverse Domain Name Hijacking“ (Reverse Domain Name Hijacking wird in den UDRP-Rules definiert als “using the Policy in bad faith to attempt to deprive a registered domain-name holder of a domain name”).

GoDaddy.com bestreitet Hackerangriff

12. September 2012 | Kategorien: Domains | Bislang keine Kommentare

GoDaddy.com bestreitet, dass ein Hackerangriff der Grund für die zeitweilige Beeinträchtigung der bei GoDaddy.com gehosteten Webseiten war. In einer aktuellen Stellungnahme zu den Vorwürfen begründet GoDaddy.com die Ausfälle mit einer Serie von internen Netzwerkvorgängen („series of internal network events that corrupted router data tables“).

Weltgrößter Registrar GoDaddy.com Opfer von Anonymous?

11. September 2012 | Kategorien: Domains | Bislang keine Kommentare

Gestern wurde GoDaddy.com, weltgrößter Registrar von Domainnamen, Opfer eines Hackerangriffs, in Folge dessen Millionen von Webseiten, die von GoDaddy.com gehostet wurden, nicht mehr erreichbar waren. Nach Informationen der Huffington Post übernahmen Hacker die Verantwortung, die im Umfeld von Anonymous agieren sollen. Das Problem konnte mittlerweile behoben werden.

Top 50 der neuen Top-Level-Domains

7. September 2012 | Kategorien: Domains | Bislang keine Kommentare

Gemessen an der Zahl der Vorregistrierungen beim Registrar UnitedDomains.com handelt es sich bei .WEB mit 116.924 Vorbestellungen um die beliebteste neue Top-Level-Domain, die im Rahmen des New gTLD-Programms der ICANN beantragt wurde, gefolgt von .SHOP (71.264), .SITE (53.944), .HOTEL (26.599), .MUSIC (21.994), .NYC (19.720), .FILM (16.283), .ECO (15.467), .BERLIN (15.296) und .SPORT (14.051). UnitedDomains.com hat bereits sehr früh im Verfahren um die Vergabe von neuen Top-Level-Domains damit begonnen, kostenlose und unverbindliche Vorbestellungen für einzelne Domainnamen anzunehmen.

Bereits sieben Anträge auf Zuteilung einer neuen Top-Level-Domain zurückgenommen

6. September 2012 | Kategorien: Domains | Bislang keine Kommentare

Nach Informationen von DomainIncite.com wurde bereits sieben im Rahmen des New gTLD-Programms der ICANN gestellte Anträge auf Zuteilung einer neuen Top-Level-Domain zurückgenommen. Bislang bekannt ist nur, dass sich darunter die Anträge auf Zuteilung der Top-Level-Domains .AND, .ARE, .EST (alle von der Charleston Road Registry Inc. gestellt, einer Tochter der Google Inc.) und .KSB (KSB Aktiengesellschaft) befinden. Über die Gründe kann nur spekuliert werden. Der Kollege Doug Isenberg mutmaßt, dass die Anträge von Google zurückgenommen wurden, weil es sich bei den beantragten Strings um geschützte dreistellige Country-Codes nach dem ISO 3166 alpha-3 Standard handelt (AND = Andorra; ARE = Vereinigte Arabische Emirate; EST = Estland).

Top 20 der beliebtesten Second-Level-Domainnamen

5. September 2012 | Kategorien: Domains | Bislang keine Kommentare

Domaintools.com hat eine Liste der 20 am häufigsten registrierten Second-Level-Domainnamen veröffentlicht. Spitzenreiter ist danach der Begriff „google“, der unter 231 Top-Level-Domains registriert ist, gefolgt von „nic“ (199), „booking“ (194), „hotels“ (193), „amazon“ (191), „hotel“ (188), „abb“ (188), „canon“ (187), „toshiba“ (187) und „nokia“ (186).

UDRP: Unterschiede zwischen den Streitbeilegungsanbietern WIPO und NAF

31. August 2012 | Kategorien: UDRP | Bislang keine Kommentare

Es gibt derzeit vier Streitbeilegungsanbieter, bei denen Verfahren nach der Uniform Domain Name Dispute Resolution Policy (UDRP) geführt werden können:

Der US-amerikanische Kollege Doug Isenberg hat in einem sehr informativen Blogbeitrag zehn Unterschiede zwischen Verfahren vor der WIPO, bei der 53% aller UDRP-Verfahren geführt werden, und dem NAF, bei dem 44% der UDRP-Verfahren geführt werden, herausgearbeitet. Er vergleicht sowohl Unterschiede im Verfahren selbst (Kosten, zulässige Länge der Schriftsätze, etc.) als auch die Besetzung der Schiedsgerichte.

Studie: Fast 50% der beim National Arbitration Forum (NAF) geführten UDRP-Verfahren werden von 7 Schiedsrichtern entschieden

28. August 2012 | Kategorien: Domainrecht, UDRP | Bislang keine Kommentare

TheDomains.com weist auf eine vom kanadischen Anwalt Zak Muscovitch durchgeführte Studie hin, wonach fast 50% der beim National Arbitration Forum (NAF) geführten UDRP-Verfahren von nur 7 Schiedsrichtern entschieden werden. Aktueller Spitzenreiter scheint der Schiedsrichter James A. Carmody mit durchschnittlich 13 (!) Fällen im Monat zu sein.

Beim NAF handelt es sich um einen von zwei Streitbeilegungsanbietern, über die nahezu sämtliche geführten UDRP-Verfahren abgewickelt werden.



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