Beiträge mit dem Tag "Uniform Domain Name Dispute Resolution Policy"

canyon.bike: Canyon Bicycles GmbH gewinnt erstes UDRP-Verfahren um Domainregistrierung unter einer neuen Top-Level-Domain

19. März 2014 | Kategorien: Domainrecht, new gTLD, UDRP | Kein Kommentar

Die aktuell in Einführung befindlichen neuen Top-Level-Domains sind in der Welt der Uniform Domain Name Dispute Resolution Policy (UDRP) angekommen: mit der Entscheidung um den Domainnamen „canyon.bike“ wurde der ersten Beschwerde eines Markeninhabers gegen eine Domainregistrierung unter einer neuen Top-Level-Domain stattgegeben (Canyon Bicycles GmbH v. Domains By Proxy, LLC / Rob van Eck, WIPO Case No. D2014-0206).

Der Fall als solches ist weitestgehend unspektakulär. Der Domainname ist mit den Marken der Beschwerdeführerin identisch nach § 4(a)(i) der UDRP und wurde in Verbindung mit einer markenrechtsverletzenden Parking-Webseite genutzt. Der Domaininhaber selbst trug vor, er habe den Domainnamen registriert, um die Beschwerdeführerin vor „Domainsquatting“ zu schützen:

The Respondent states that he registered the disputed domain name to enlarge his network and “get in (friendly) contact with Canyon.” The Respondent submits that a lot of people in the cycling industry did not know of the forthcoming new gTLDs and he therefore registered some domain names “to protect companies” from domain squatting. The Respondent adds that before he was able to contact the Complainant it filed the present Complaint. The Respondent states that it is his belief that the Parties would have “talked about” the disputed domain name and that the Complainant would have received a transfer thereof without recourse to the Policy. The Respondent asserts that many companies have been content with his actions. The Respondent states that while rules may prohibit a person registering a trademark in a domain name he did this with the best of intentions.

Bemerkenswert ist jedoch, dass sich der Schiedsrichter mit der Frage befasste, ob die Top-Level-Domain selbst bei der Beurteilung der Identität oder verwechslungsfähigen Ähnlichkeit zwischen der Marke des Beschwerdeführers und dem Domainnamen im Sinne des § 4(a)(i) der UDRP zu berücksichtigen ist. Er verneinte dies für den vorliegenden Fall, stellte jedoch fest, dass eine Berücksichtigung im Einzelfall dienlich sein könne:

The Complainant also makes the additional argument that the gTLD in the present case, “.bike”, exacerbates confusing similarity because it describes a core product of the Complainant. The Panel finds that, given the advent of multiple new gTLD domain names, panels may determine that it is appropriate to include consideration of the top-level suffix of a domain name for the purpose of the assessment of identity or similarity in a given case, and indeed that there is nothing in the wording of the Policy that would preclude such an approach. However, the Panel considers that it is not necessary to do so in the present case.

Arab Center for Dispute Resolution (ACDR) nimmt Tätigkeit als fünfter Streitbeilegungsanbieter für Verfahren nach der Uniform Domain Name Dispute Resolution Policy (UDRP) auf

25. Februar 2014 | Kategorien: UDRP | Kein Kommentar

Das Arab Center for Dispute Resolution (ACDR) hat seine Tätigkeit als fünfter Streitbeilegungsanbieter für Verfahren nach der Uniform Domain Name Dispute Resolution Policy (UDRP) aufgenommen. Nach den auf der offiziellen Webseite abrufbaren Informationen sind die Verfahrensgebühren vergleichbar mit denen der Schiedsstelle der Weltorganisation für Geistiges Eigentum (WIPO).

Erstes UDRP-Verfahren betreffend einer Domainregistrierung unter einer neuen Top-Level-Domain anhängig – canyon.bike

12. Februar 2014 | Kategorien: Domainrecht, new gTLD, UDRP | Kein Kommentar

Die neuen Top-Level-Domains sind in der Welt der Uniform Domain Name Dispute Resolution Policy (UDRP) angekommen. Unter der Fallnummer D2014-0206 wird bei der WIPO die Beschwerde der Canyon Bicycles GmbH betreffend des Domainnamens „canyon.bike“ geführt. Der Domainname wurde am 05.02.2014 registriert und wird bislang nur in Verbindung mit der üblichen Platzhalterseite des Registrars GoDaddy genutzt.

UDRP: Erwähnung einer Bezeichnung in einem Tweet nicht zur Begründung nichteingetragener Markenrechte geeignet

7. Februar 2014 | Kategorien: Domainrecht, UDRP | Kein Kommentar

In einer aktuellen Entscheidung in einem Verfahren nach der Uniform Domain Name Dispute Resolution Policy (UDRP) wurde der Panelist mit der Behauptung des Beschwerdeführers konfrontiert, er habe die Bezeichnung “La Bomba Ibiza” am 12.01.2013 innerhalb eines Tweets auf Twitter benutzt und damit nichteingetragene Markenrechte (sog. „unregistered trademark rights“) im Sinne der UDRP begründet (Play Club by Cipriani, S.L. / Giuseppe Cipriani v. Identity Protection Service / Amir Zeb / Eyhab Jumean, WIPO Case No. D2013-1883).

Voraussetzung für das Entstehen solcher nichteingetragener Markenrechte ist nach der Rechtsprechung der Panels, dass ein Begriff Verkehrsdurchsetzung (“secondary meaning”) hat. Faktoren, die für eine solche Verkehrsdurchsetzung sprechen, sind unter anderem die Dauer der Benutzung des Zeichens, die Umsätze, die mit dem Zeichen erzielt wurden, die Werbeausgaben und das Medienecho. Richtigerweise ging das Panel davon aus, dass die bloße Erwähnung in einem Tweet hierfür nicht ausreichend sein kann. Es führte wörtlich aus:

In order to establish this, the Complainants have provided evidence of a tweet on January 12, 2013 which included the phrase “La Bomba Ibiza”. The Panel accepts the Respondents’ evidence that “Bomba Ibiza” had not been chosen as the nightclub’s name at the time of the tweet. The Panel considers it highly unlikely that “Bomba Ibiza” became a distinctive identifier associated with the Complainants’ services in the time between the tweet (January 12, 2013) and the registration of the Disputed Domain Names (February 12, 2013). As such, the tweet alone is insufficient evidence of unregistered trademark rights to satisfy the first element of the Policy.

Es ist immer wieder erstaunlich, mit welcher Argumentation versucht wird, Domainnamen im Wege des UDRP-Verfahrens übertragen zu bekommen.

Zu früh geschossen: Standard & Poor’s Financial Services LLC verliert UDRP-Verfahren um boycottstandardandpoors.com

3. Januar 2014 | Kategorien: Domainrecht, UDRP | Kein Kommentar

Die international bekannte Kredit-Ratingagentur Standard & Poor’s scheiterte mit dem Versuch, den Domainnamen „boycottstandardandpoors.com“ in einem Verfahren nach der Uniform Domain Name Dispute Resolution Policy (UDRP) übertragen zu bekommen (Standard & Poor’s Financial Services LLC v. Christian Mendes, WIPO Case No. D2013-1546).

Die Entscheidung ist aus meiner Sicht bemerkenswert, da der Domainname bislang ungenutzt war und der Domaininhaber sich lediglich darauf berufen hat, seine Rechte nach dem Ersten Zusatz zur US-amerikanischen Verfassung auszuüben und den Domainnamen nicht in Verbindung mit rechtsverletzenden Angeboten nutzen zu wollen. Damit stand eine zulässige Nutzung des Domainnamens nach § 4(c)(iii) der UDRP im Raum („you are making a legitimate noncommercial or fair use of the domain name, without intent for commercial gain to misleadingly divert consumers or to tarnish the trademark or service mark at issue.“). Allerdings privilegiert diese Regelung nach Ihrem Wortlaut im Gegensatz zu § 4(c)(i) der UDRP nicht Vorbereitungshandlungen oder die theoretische Möglichkeit einer entsprechenden Benutzung sondern eigentlich nur eine bereits erfolgte Nutzung. In § 4(c)(i) der UDRP steht im Gegensatz dazu: „before any notice to you of the dispute, your use of, or demonstrable preparations to use, the domain name or a name corresponding to the domain name in connection with a bona fide offering of goods or services“.

Das Schiedsgericht ging gleichwohl davon aus, dass eine zulässige Nutzung nicht ausgeschlossen und die Beschwerde zu früh eingereicht worden sei. Der Beschwerdeführer solle die konkrete Nutzung des Domainnamens abwarten. Wörtlich heißt es in der Entscheidung:

B. Rights or Legitimate Interests

As Respondent conceivably could use the domain name at issue in a manner that would not constitute bad faith registration and use, and as the domain name at issue has yet to be used to resolve to a web site, Complainant has failed to establish that Respondent has no rights or legitimate interests in respect of the domain name at issue.

C. Registered and Used in Bad Faith

Respondent is not currently using the domain name to resolve to a web site. Since it is conceivable that Respondent could use the domain name in such a way that Respondent did not seek to profit from the good will attached to Complainant’s family of marks, the complaint has been brought prematurely. Should Respondent in the future seek to profit from the good will attached to Complainant’s family of marks, Complainant may file a complaint at such time. Accordingly, the Panel finds that at present, Complainant has failed to establish bad faith registration and use as required under the Policy.

UDRP: flybluecig.com und flyingbluecig.com nicht ähnlich mit BLU ECIGS-Marke

4. Dezember 2013 | Kategorien: Domainrecht, UDRP | Kein Kommentar

Ein Panel beim National Arbitration Forum (NAF) verneinte in dem UDRP-Verfahren um die Domainnamen „flybluecig.com“ und „flyingbluecig.com“ eine Ähnlichkeit mit der „BLU ECIGS“-Marke der Beschwerdeführerin (Lorillard Technologies, Inc. v. Mr Paul Pearson / Advanced Diets, NAF Claim No. 1528825). Es ging davon aus, dass die in den Domainnamen zusätzlich enthaltenen Worte „fly“ und „flying“ und der fehlende Plural zu einen hinreichenden Abstand zwischen den Domainnamen und der Marke der Beschwerdeführerin schaffe, so dass keine Verwechslungsgefahr im Sinne des § 4(a)(i) der UDRP bestehe:

Contrary to the Complainant’s assertion, the Panel holds that the addition of  “FLY” and “FLYING” along with the lack of the “S” in the disputed domain names sufficiently differentiate the disputed domain names from the Complainant’s marks. See Tire Discounters, Inc. v. TireDiscounter.com, FA 679485 (Nat. Arb. Forum June 14, 2006)(finding that even minor changes are extremely persuasive in differentiating domain names from marks given that consumers are aware that these small differences are key to arriving at the sought-after website); see also Amazon.com, Inc. v. Integration Unlimited, Inc., FA 183725 (Nat. Arb. Forum Sept. 25, 2003) (finding the <amazonallergy.com> domain name was not confusingly similar to the complainant’s AMAZON.COM mark because the additional term “allergy” bore “little to no actual relationship with the activities performed under Complainant’s AMAZON.COM mark”). Given that disputed domain names not only add an additional term to each domain, but also delete a letter from the mark allegedly incorporated into the domains, the Panel holds that the disputed domain names are not confusingly similar to Complainant’s mark pursuant to Policy ¶ 4(a)(i).

Die Entscheidung ist insoweit bemerkenswert, weil UDRP-Panels üblicherweise davon ausgehen, dass eine verwechslungsfähige Ähnlichkeit regelmäßig schon dann gegeben ist, wenn die Marke des Beschwerdeführers in der Second-Level-Domain enthalten ist. Zusätzliche beschreibende Bestandteile innerhalb eines Domainnamens wie auch Abweichungen im Numerus werden dabei regelmäßig als unbeachtlich eingestuft.

EVIAN verliert UDRP-Verfahren um eviantclip.com weil Domain auf Drittmarke EVIANT ausgerichtet ist

22. August 2013 | Kategorien: Domainrecht, UDRP | Kein Kommentar

Die zur DANONE Gruppe gehörende Herstellerin des Mineralwassers EVIAN, Société Anonyme des Eaux Minérales d’Evian, scheiterte mit dem Versuch, den Domainnamen „eviantclip.com“ im Wegen des UDRP-Verfahrens übertragen zu bekommen (Société Anonyme des Eaux Minérales d’Evian (SAEME) v. Orlin Zefirov / Domain Administrator PrivacyGuardian.org, WIPO Case No. D2013-0850). Das Schiedsgericht ging zwar davon aus, dass zwischen dem Domainnamen und den EVIAN-Marken eine verwechslungsfähige Ähnlichkeit im Sinne des § 4(a)(i) der UDRP besteht, sah es jedoch nicht als nachgewiesen an, dass der Domainname durch den Domaininhaber im Hinblick auf die EVIAN-Marken bösgläubig im Sinne des § 4(a)(iii) der UDRP registriert wurde. In diesem Zusammenhang stellte das Panel darauf ab, dass im vorliegenden Fall der Umstand, dass die EVIAN-Marke im Domainnamen enthalten ist, kein hinreichender Hinweis darauf sei, dass der Domaininhaber diese zum Zeitpunkt der Registrierung des Domainnamens kannte, weil es eine zu Gunsten eines Dritten registrierte Marke EVIANT gebe, die dem Domainnamen noch ähnlicher sei. Auch die unter dem Domainnamen abrufbar gehaltenen Werbelinks hätten mehr Bezug zum Schutzbereich der Marke EVIANT als zu dem der EVIAN-Marken:

This is one of such cases: considering the existence of the trademark EVIANT, which coexists in the marketplace with Complainant’s trademark EVIAN, and the fact that the disputed domain name resolves to a page that does not make any reference to Complainant’s trademark EVIAN, nor to mineral water or any sort of drinks and beverages, the Panel finds there is no compelling evidence of bad faith of Respondents towards Complainant.

It is indeed true that Complainant is famous for its “video clips” advertisements with dancing babies, but from that it does not automatically follow that Respondent’s intent was to take advantage of Complainant’s publicity campaign by e.g. benefitting from an Internet user’s typing mistake (“typosquatting”). This Panel finds that if Respondent’s intent were to “typosquat” it would more likely have registered all possible letters between “evian” and “clip” (which is not the case here), or have chosen a letter that in the QWERTY keyboards (the more commonly used in the Western Hemisphere) were located close to the “N” (the last letter of “evian”) or to the “C” (the first letter of “CLIP”). Instead, Respondent chose the letter “T” that is located far in the QWERTY keyboard from both “N” and “C”, which make virtually impossible for a typographical mistake of the Internet user to occur. In other words, the Panel’s view is that a person will only type “eviant” if they intend to do so, and not inadvertantly.

The third element of the UDRP requires that a respondent has targeted the trademark and goodwill established by a complainant. It is the Panel’s opinion, on the present record, that there is not sufficient evidence that Respondents targeted Complainant when registering the disputed domain name. It is important to stress that any attempt of Respondents to make profit on the goodwill of the electronics company and their trademark EVIANT can only be subject of an objection filed by such company, and not by Complainant. It is not for the Panel to decide this Complaint based on rights that are presumed to belong to a third party, not involved in the proceedings.

It is also important to stress that the UDRP is a limited legal proceeding, designed for clear cases of bad faith conduct, that can be shown within the narrow scope of the expedite proceedings. In many UDRP cases bad faith is inferred from the overall factual circumstances of the case. But any such inference of bad faith must be based on the overall circumstances of the case and in the present case the overall circumstances do not allow the Panel to conclude that Respondents have targeted the trademark or the goodwill of Complainant.

In short, despite the fact that the disputed domain name incorporates the trademark EVIAN, the disputed domain name also incorporates the trademark EVIANT and the website at the disputed domain name displays links to commercial webpages which the Panel finds to be more likely related to the trademark EVIANT. In light of the aforesaid, the Panel notes that the disputed domain name might have been registered with an intention of being connected to trademark EVIANT, but this is not for the Panel to decide here. What is at stake in this proceeding is only whether the disputed domain name was registered and used with an intention of being connected to Complainant’s trademark EVIAN and to this question the Panel answers that not only there is no proof of such intention in the current record, but also that certain aspects of the record may point to the opposite direction, i.e. that Respondent’s intention was not to target Complainant.

Accordingly, the Panel finds that Complainant has not satisfied the requirements of paragraph 4(a)(iii) of the Policy.

Spielwarenmesse eG verliert UDRP-Verfahren um „spielwarenmesse.com“

29. Juli 2013 | Kategorien: Domainrecht, UDRP | Kein Kommentar

Die Nürnberger Spielwarenmesse eG, Veranstalterin der größte Spielwarenmesse der Welt „Spielwarenmesse International Toy Fair“, ging gegen die Name Administration Inc. (BVI), Firma des bekannten Domaininvestors Frank Schilling, im Wege des UDRP-Verfahrens wegen des Domainnamens „spielwarenmesse.com“ vor und unterlag (Spielwarenmesse eG v. Name Administration Inc. (BVI), WIPO Case No. D2013-0744).

Das Panel ging davon aus, dass es sich bei dem Begriff „Spielwarenmesse“ um einen beschreibenden Begriff handelt und dass der Domaininhaber den Domainnamen beschreibend in Verbindung mit Spielzeug benutzt. Es kam zu dem Ergebnis, dass die Beschwerdeführerin nicht nachgewiesen habe, dass der Domaininhaber selbst kein eigenes Recht oder berechtigtes Interesse nach §§ 4(a)(ii) i.V.m. 4(c) der Uniform Domain Name Dispute Resolution Policy (UDRP) hat. In diesem Zusammenhang stellte das Panel auch fest, dass die Beschwerdeführerin selbst – wenn überhaupt – dann unter der tatsächlichen Bezeichnung der Messe „Spielwarenmesse International Toy Fair Nuremberg“ Bekanntheit erlangt haben könne und dass nicht nachgewiesen sei, dass der Beschwerdegegner zum Zeitpunkt der Registrierung des Domainnamens im jahr 2002 Kenntnis von den Rechten der Beschwerdeführerin hatte.

The Complainant has shown by various exhibits that its toy trade fair is one of the most important ones in this field. The Panel is therefore convinced that its fair has reached certain fame. However, this is not (necessarily) the case for the use of the term “Spielwarenmesse” as to uniquely identify the respective fair of the Complainant. As the Complainant points out in various sections of its Complaint, its fair is promoted in Germany and abroad under the name “Spielwarenmesse International Toy Fair Nuremberg”. The Panel can therefore not conclude on the evidence that the Complainant has made intensive use of the designation “Spielwarenmesse” for the purposes of its toy trade fair. That conclusion would not be reversed even by recognizing rights under the first element of the UDRP to the Complainant’s cooperative name as this name appears to be used as its legal and corporate designation only and not for commercial and promotional purposes of the toy trade fair.

As the Respondent has shown, its company engages in search advertising through its large portfolio of common words and phrases. This has been confirmed in at least two other administrative proceedings under the UDRP concerning the Respondent and quoted by the latter in its Response (DataServ, L.L.C. v. Name Administration Inc. (BVI), WIPO Case No. D2012-1538; Visa Europe Limited v. Name Administration Inc. (BVI), WIPO Case No. D2010-1531). Although the Respondent as a professional domain name registrant may have had some opportunistic awareness of a certain value of the selected Domain Name, the Complainant has not shown that the Respondent was aware of the existence of the Complainant at the time (2002) it acquired the Domain Name and that it would have targeted at any point of time the Complainant’s toy fair in Nuremberg.

Normally, in order to find rights or legitimate interests in a domain name based on the generic or dictionary meaning of a word or phrase contained therein, the domain name would need to be genuinely used or at least demonstrably intended for such use in connection with the relied-upon meaning.

The Panel has some doubts whether this criterion is fulfilled. The Respondent uses the Domain Name in connection with subjects relating to toys, not to toy fairs or toy-industry-trade shows around the world. It could therefore be argued that the Respondent is not using the term “Spielwarenmesse” in its genuine sense for the provision of pay-per-click links related to toy trade fairs; indeed, it appears that the Respondent’s website is concerned solely with links related to the commercial sale of retail toy items.

However, as the Respondent is using the Domain Name at least in relation to toys and considering the other above-mentioned criteria as well as the absence of other specific evidence in this respect, the Panel finds that the Complainant has, on the balance, not shown that the Respondent lacks rights or legitimate interests in the Domain Name in the sense of the second criterion of the Policy.

Darüber hinaus sah das Panel auch kein bösgläubiges Verhaltens nach §§ 4(a)(iii) i.V.m. 4(b) der UDRP auf Seiten des Beschwerdegegners. Die Beschwerdeführerin verfügte zum Zeitpunkt der Domainregistrierung durch den Beschwerdegegner noch nicht über eingetragene Markenrechte an dem Zeichen „Spielwarenmesse“ und erlangte solche Rechte erst durch Entscheidung des BPatG vom 12.09.2012 (29 W (pat) 79/12), mit welcher entschieden wurden, dass die Marke „Spielwarenmesse“ für die beanspruchte Dienstleistung in Klasse 35 „Veranstaltung von gewerblichen Fachmessen auf  dem Gebiet der Spielwaren“ aufgrund der nachgewiesenen Verkehrsdurchsetzung (§ 8 Abs. 3, § 37 Abs. 2 MarkenG) schutzfähig sei. In der selben Entscheidung stellte das Gericht allerdings auch fest, dass die Bezeichnung „Spielwarenmesse“ ist als beschreibende Angabe grundsätzlich nach § 8 Abs. 2 Nr. 2 MarkenG freihaltebedürftig sei.

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